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Restaurierung

Sieben Prachtsarkophage werden im Schweriner Dom gehoben

13.06.2018 ǀ Schwerin.  Im Schweriner Dom werden derzeit sieben Prachtsarkophage der großherzoglichen Familie aus dem 19. Jahrhundert aus den Gruften gehoben. Die leeren Schau-Sarkophage waren wohl Anfang der 1970er Jahre vermutlich mit dem Ziel abgesenkt worden, einen hellen, lichten Raum zu schaffen, sagte Dompredigerin Ariane Baier. Für die Domgemeinde sei das Projekt eine große Freude. Die Kirchengemeinde habe mit einem schlechten Gewissen gelebt, weil die Sarkophage "ein bisschen brutal abgeräumt" worden seien.

Die Messingsärge sollen restauriert und wieder oberirdisch im Dom aufgestellt werden, sagte der erste Vorsitzende des Vereins der Freunde des Schweriner Schlosses, Mathias Schott. Angaben zu den voraussichtlichen Gesamtkosten des Projekts konnte er noch nicht machen. Eine Erbengemeinschaft von Maria Pawlowna (1854-1920) will die Restaurierung des ersten Sarkophags bezahlen. Für die anderen Prachtsarkophage, darunter die von zwei Kindern, werden noch Spender gesucht.

Maria Pawlowna war das dritte Kind des Großherzogs Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin. Sie heiratete 1874 in St. Petersburg Großfürst Wladimir, den Sohn des russischen Zaren Alexander II. Der erste Sarkophag, der restauriert werden soll, ist der ihrer Mutter Auguste (1822-1862).
Quelle: epd

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