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Morgenandacht


Von Dr. Matthias Bernstorf , Schwerin

Job-Futoromat

Müller, Schmidt, Schneider, Fischer. Das sind die häufigsten Familiennamen in Deutschland. Und sie sind allesamt Berufsbezeichnungen. Manche Berufe haben sich gewandelt: Der „Schmied“ im Schmidt würde heute vermutlich Metallbauer heißen.

Wie ist das nun in Zeiten der Digitalisierung! Sterben dadurch immer mehr Berufe aus? „Nein, aber unsere Berufe werden sich verändern“. Sagt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Es hat ein online-Portal entwickelt, bei dem Sie testen können, wieviel Prozent Ihrer beruflichen Tätigkeit ein Roboter übernehmen kann. Das ist der Job-Futoromat. Wenn ich dort zum Beispiel eingebe: Beruf Busfahrer. Bekomme ich die Antwort: „Ihr Beruf lässt sich zu null Prozent digitalisieren“.

Hat mich überrascht. Aber die Forscher vermuten: Alles, was mit Kundenkontakt zu tun hat, mit Kommunikation, Hilfestellung und Beratung, wird sich in unseren Berufen verstärken. Industrielle Routinetätigkeiten ließen sich dagegen eher austomatisieren.

Sorgen macht mir die Frage: Wovon werden diejenigen leben, deren Job aus viel Routine besteht? Mut macht mir die Geschichte unserer Familiennamen. Viele, die Fischer heißen, sind heute von Beruf Arzt. Umgekehrt war Simon Petrus, einer der ersten Jünger, von Beruf Fischer. Dann wechselte er in den Bereich Kommunikation, in seinem Fall des Evangeliums. Weil er hier seine wahre Berufung entdeckte, nämlich: Glauben, auf den man aufbauen kann. Diesem Wandel vom Beruf zur Berufung gilt sein heutiger Gedenktag. Darum kennen wir ihn nicht als Simon Fischer, sondern als Petrus, auf Deutsch: Fels.

Kontakt

Evangelische Kirche im NDR, Redaktion Schwerin
Dr. Matthias Bernstorf
Schliemannstraße 12a
19055 Schwerin
Tel.: Studio (0385) 34 31 85 60
Mobil: (01577) 35 21 531
Fax: (0385) 34 31 85 61
E-Mail: bernstorferr.de

www.ndr.de/kirche


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