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Aufnahme … läuft! - Herzliche Einladung!

Fernsehgottesdienst am Sonntag aus dem Greifswalder Dom

Von Sybille Marx

Blick in den Greifswalder Dom.
26.04.2019 ǀ Greifswald.  Das ganze Jahr über bringen Vereine und öffentliche Sender mit Fernsehgottesdiensten die Kirche ins Wohnzimmer von Hunderttausenden Deutschen, mit hohem Aufwand – wie jetzt in Greifswald.

Küster Bernd Meinzer kennt das schon: Wenn am Sonntag, 28. April, ab 10 Uhr im Greifswalder Dom der Gottesdienst für den Evangeliums- Rundfunk ERF aufgezeichnet wird, herrscht Ausnahmezustand. „Das ist wie bei Radiogottesdiensten, da rücken schon am Sonnabend die Techniker an, um Tausende Kabel zu verlegen“, sagt Meinzer. Am Nachmittag werde der ganze Gottesdienst dann als Generalprobe durchlaufen. Am eigentlichen Aufnahmetag soll alles sitzen.

Das ganze Jahr über nehmen ERF, NDR und andere Sender in Frei- und Landeskirchen Deutschlands Fernsehgottesdienste auf, um damit Menschen zu erreichen, die aus Krankheits-, Altersoder anderen Gründen nicht live dabei sein können. „Wir haben auch Zuschauer, die sich in ihrer Wohnortgemeinde wohlfühlen, aber weitere geistliche Impulse suchen“, sagt ERF-Mitarbeiterin Susanne Schweitzer. Und manche Eltern mit kleinen Kindern fänden das Angebot praktisch.

Enormer Aufwand

Kosten und Aufwand für die Übertragung sind enorm: 7000 bis 9000 Euro investiert der spendenfinanzierte, evangelikale ERF jedes Mal. Zwei bis drei Kameraleute und weitere Mitarbeiter rücken an, bei den großen Sendern noch mehr. Mehr als 60 000 Menschen in ganz Deutschland sehen im Schnitt das Ergebnis bei Bibel TV, viele weitere Zehntausend nutzen die ERF-Mediathek oder hören die Radioübertragungen. Das, was im Hintergrund passiert, geht an ihnen vorbei. „Ein normaler Gottesdienst ist schon anders, viel freier“, sagt Dom-Küster Meinzer. Bei einem Fernsehgottesdienst werde alles minutiös festgelegt: wer wie lang spricht, wo er steht, von wo die Kamera kommt … Die Besucher müssen eine halbe Stunde früher in den Bänken sitzen als sonst „und mucksmäuschenstill sein“ – außer natürlich beim Gesang.

Im Dom wird Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit am Sonntag über Jesus als den guten Hirten predigen, außerdem wollen fünf Menschen erzählen, wo sie Gottes Halt und Führung erlebt haben, darunter Kirchenmusiker Raik Harder, eine Frau aus Syrien und Rudi Knüppel, ein trockener Alkoholiker, der die Blaukreuz- Gruppe für Betroffene leitet.

Nebenbei Werbung für die Region

Während für einige Mitwirkende ein Fernsehgottesdienst neu ist, hat Bischof Abromeit erst vor ein paar Monaten in der Greifswalder Johannesgemeinde im ERF-Gottesdienst gepredigt. Die Vorbereitungen und Proben seien anders als sonst, sagt er, die Grundsituation aber die gleiche: „Es geht darum, das kostbare Wort Gottes, das aus einer anderen Zeit und einer anderen Welt kommt, mit der Lebenswelt heutiger Menschen zusammenzubringen, sodass es als Zuspruch, Orientierung oder Trost wahrgenommen werden kann.“ Dabei sei schön zu wissen: „Dieser Gottesdienst wird jetzt von über Hunderttausend mitgefeiert.“ Nebenbei mache man ein bisschen Werbung für die Region. Und bei den Gebeten, sagt er, denke die Gemeinde besonders an die Alten und Kranken – an alle, die vielleicht gern dabei wären.
Quelle: Mecklenburgische und Pommersche Kirchenzeitung Nr. 17/2019

Info

Aufzeichnung des Gottesdienstes am 28. April, ab 10 Uhr. Alle, die schon immer mal sehen wollten, wie so ein Gottesdienst für das Fernsehen aufgezeichnet wird, sind herzlich eingeladen. Musikalisch begleiten den Gottesdienst das Gospelkombinat Nordost unter der Leitung von Pastorin Dr. Nicole Chibichi-Revneanu sowie Johannes Gebhardt an der Orgel.

Ausstrahlung im Fernsehen am 5. Mai ab 11:30 Uhr bei Bibel TV und Online ab 0 Uhr unter: www.erf.de/gottesdienst. Außerdem ist er im Radioprogramm ERF Plus (10, 14 und 22 Uhr über Digitalradio, Satellit, Kabel und App "ERF Radio") zu hören.

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