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Vorfälle werden untersucht

Erzbistum gründet Beirat für Missbrauchs-Aufarbeitung

11.10.2018 ǀ Hamburg/Neubrandenburg.  Das Erzbistum Hamburg setzt die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs durch den früheren Pfarrer der Pfarrei Neubrandenburg fort. Am heutigen Donnerstag (11. Oktober) werde sich in Schwerin ein Beirat konstituieren, der Wissenschaftler mit der Untersuchung der Vorfälle beauftragen und begleiten soll. Erzbischof Stefan Heße hatte die wissenschaftliche Aufarbeitung am 6. Juli auf einer Gemeindeversammlung in Neubrandenburg angekündigt.

Der beschuldigte Priester leitete die Neubrandenburger Pfarrei von 1946 bis 1975. Ihm werde schwerer physischer, psychischer und sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen vorgeworfen, hieß es. Dem Erzbistum Hamburg sind 14 betroffene Männer und Frauen bekannt.

Ziel des Projektes ist, "dass Betroffene die Anerkennung ihres Leids erfahren". Die offene und transparente Aufarbeitung solle betroffenen Frauen und Männern psychische Entlastung ermöglichen und einen Beitrag zur individuellen Aufarbeitung leisten.

Dem Beirat werden den Angaben zufolge der Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie Harald J. Freyberger (Universität Greifswald und Klinikum Stralsund) und Anne Drescher, Landesbeauftragte Mecklenburg-Vorpommerns für die Stasi-Unterlagen, angehören. Vertreter der Pfarrei in Neubrandenburg und des Erzbistums Hamburg gehören ebenfalls dem Gremien an. Auch Betroffene sollen für eine Mitarbeit gewonnen werden.
Quelle: epd

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