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Arbeit mit Frauen in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern

Andacht


Sommerandacht 2019

„Alles hat Gott schön gemacht – zu seiner Zeit.“ Prediger 4

Liebe Leser,
ich sitze auf der Terasse hinter dem Haus. Über mir wölbt sich ein grünes Blätterdach und der Blauregen duftet intensiv. Der Himmel leuchtet im Abendlicht. Die Sonne schickt ihre letzten Strahlen zu mir hinunter. Alles ist ruhig und friedvoll. Endlich durchatmen, den Tag hinter mir lassen. In Gedanken gehe ich noch mal alles durch: was ist heute geschehen, wem bin ich begegnet? Was hat gut getan und was möchte ich ganz schnell vergessen. Bei meiner Gedankenreise begleitet mich das Abendlied der Amsel. Und ich genieße diese Zeit – Zeit für mich und meine Seele. Und mir geht auf: „Alles hat Gott schön gemacht – zu seiner Zeit.“

Lautes Kinderlachen drängt sich an mein Ohr. Und ich höre fröhliches Rufen und Juchzen. Es ist heiß geworden. Die Sonne gibt sich hochsommerlich warm. Auf dem Rasen steht der Rasensprenger und die Kinder testen, wer wohl am mutigsten ist. Wer traut sich in das kühle Naß hineinzulaufen? Die Abkühlung tut gut. Ich sehe fröhliche, lachende Kinderaugen. Mama, komm doch auch! Sommerglück. Diesen Moment mußt Du ganz tief abspeichern in deiner Seele, denke ich: „Alles hat Gott schön gemacht – zu seiner Zeit.“

Eine Fahrradtour durch den Sommer. Das Korn auf den Feldern ist schon ganz gelb und wiegt sich im Sommerwind hin und her. Die Kornblumen setzen blaue Tupfen in die Felder hinein und der Klatschmohn strahlt sein leuchtendes Rot dem entgegen. Ich radle mit der Sonne im Gesicht und dem Wind im Rücken durch diese wunderbare Natur und genieße diese Zeit. „Alles hat Gott schön gemacht – zu seiner Zeit.“

Gott leuchtet auf in seiner Schöpfung: im Abendlied der Amsel, in den lachenden Kinderaugen, im wogenden Kornfeld, in fernen Reisen, im Singen  – in alldem, was uns umgibt. Alles hat er wohl geordnet – schön gemacht. Gott hat seine Schöpfung mit großer Schönheit ausgestattet. Und noch mehr: Gott will, daß wir dies alles in uns aufnehmen – es genießen. Es geht nicht nur um Zweckmäßigkeit. Und so schenkt er uns zu unserem oft mühevollen Leben den Genuss. Auf daß unsere Seelen Freude haben, Wohlbehagen finden und aufatmen. Darin begegnet er uns. Lassen sie sich von Gott finden, auf ihren Sommerreisen oder einfach zu Hause – in einem Lied, im Abendspaziergang, im Zusammensein mit Freunden und Familie oder in der Stille der Kirchen, die ihnen begegnen.

Segen
Du Gott des Sommers, segne uns!
Begleite uns bei Reise und Erholung.
Du Gott des Sommers,
schenke uns einen leichten Schritt
und Wärme und Licht,
das unsere Seelen aufblühen lässt.
Du Gott des Sommers,
schenke uns kleine und große Sommerfreuden,
die wir bewahren können
für die wieder dunkler werdende Zeit.

Dies wünscht Ihnen/ Euch
Friederike Pohle


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